Wieder mal um 4 Uhr morgens aufstehen und acht Stunden Holperpiste durchstehen, Flüsse durchqueren und in Schlammlöcher herumrutschen... und das ganze mit ca. 100 Hühner auf der Ladefläche, als treue (und intensiv richenden! ;-) ) Begleiter. (es gibt Leute in unserem Büro die mehrmals wöchentlich in diesem Stil in der gnazen Region herum "jeten", wenn man das so nennen kann (-> aufgrund der schlechten Strassen fahren die Autos kaum schneller als 30 km/h)
Die "Camonietas" (Pick-ups), die das einzige öffentliche Transportmittel auf diesen Strecken darstellen, werden oft auch "Carga Monos" (Affentransporter) genannt, da sie meistens auf der Ladefläche mengen con Fahrgästen mitführen welche sich an den Eisenstangen festhalten müssen um nicht abgwerworfen zu werden.
Dem schlechten Zustand der Strasse wird in Puerto Bermudez oft die SChuld an der lahmenden wirtschafltichen Entwicklung zugeschrieben - sicherlich nicht zu unrecht - sind es doch 16 mühselige Stunden bis zum Hauptmarkt Lima, sodass viele Produkte verderben oder schlichtweg nicht mehr rentabel verkauft werden können.(so geschehen mit Jogurts und Milch welche in einer Fabrik in Puerto B. produziert wurden, welche im Rahmen eines (nicht ganz durchdachten) Entwicklungsprojekts aufgebaut worden war - und deren ausgeschlachteten Resten heute vor sich hin marodieren) Praktisch das einzige das auf diesen Strassen ausgeführt wird, ist Holz und Vieh. (Ich wundere mich immer wieder wie diese grossen Laster die schmalen, üblen Strassen zu überwinden schaffen... ) Eingeführt wird neben allem Lebensnotwendigen auch erstaunlich viel "nicht notwendiges" wie z.B. Plastik-Krimskrams aus China....

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen