Dieses Wochenende war in Oxa ausgangsmässig total tote Hose... "Das muss man sich zu nutze machen!" dachte ich mir. Also früh zu Bett gegangen, um 04.00 Uhr aufgestanden und mit dem Bike zum Busterminal geradelt um auf ein Colectivo (Sammeltaxi das losfährt sobald genügend Passagiere zusammen) zu warten welches mich in einer halben Stunde ins Naturschutzgebiet Sho'llet auf halbem Weg nach Villa Rica bringen sollte... Tja, schön gedacht, die Rechnung aber nich mit Peru gemacht ;-) Wer will schon um halb fünf morgens nach Villa Rica? Also eineinhalbstunden am Terminal gewartet bis Taxi endlich komplett war. (In der CH lohnt sich das Frühaustehen wenigstens, da fährt auch pünktlich ein Bus/Zug wenn man schon aufgestanden ist). Schliesslich um halb sieben im Gebiet angekommen... gespenstische Ruhe, ein bisschen Nebel, keine Vögel weit und breit, dafür eine unglaublich eindrückliche Hochmoor-Landschaft mit Lagunen, farbig leuchtenden Moosen und einer immensen Vielfalt an Pflanzen. Das auf ca. 2300m liegende Gebiet welches auch noch mit Nebelwald aufwartet ist kaum begangen, sodass ich mich über 3 Stunden auf einem kaum erkenntlichen Pfad durch wirres Dschungeldickicht kämpfen musste. Dabei immer wieder aufgeschreckt durch das, einem Knurren ähnelden, Brummgeräusch des Kolibri-Flügelschlages (das erste mal dachte ich wirklich es sei ein Brillenbär in der Nähe! :-) - was gar nicht so abwegig ist - das letzte mal haben wir seine Exkremente im selben Gebiet entdeckt ) - Hatte dann auch das Glück dieses Vögelchen zu Gesicht zu bekommen - leider zu schnell und hecktisch um fotografisch festzuhalten....
Nach der Dschungelexpedition stand die "Todesabfahrt" nach Oxa mit dem Bike an. In strömendem Regen, eineinhalb Stunden 500 Höhenmeter auf Schotter/Schlammpiste runterdüsen...ein Vergnügen der besonderen Art! Abgesehen davon, dass mich (eh schon Schlammbedeckt) ein vorbeifahrender Colectivo Fahrer von Kopf bis Fuss mit Pfützenwasser tränkte, Reifenluft knapp wurde und mein linkes Pedal auf den letzten 5km vor Oxa abfiel, verlief der Trip ohne Zwischenfälle und mit teils eindrücklichen Aussichten. - sicherlich wiederholenswert. -> Letztes Bild zeigt den Todesfahrer nach dem Desaster ;-)
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